. kreisky — tagebuch
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Gregor

Gregor / 19. 03. 2006, 1:24
My pregnant head

Oder: Gefährliche Selbstversuche. Nicht was Sie denken, nix Sexuelles oder Substanzielles. Nein. Ich habe mir heute alle zwölf Flaming Lips Alben in chronologischer Reihenfolge, komplett und fast am Stück durch angehört und mir die "Fearless Freaks" DVD angesehen. Puh. Jetzt kann ich tatsächlich spüren, wie mein Hirn brennt und fühle mich wie... In Wahrheit fühle ich mich gar nicht mehr, habe aber das dringende Bedürfnis, nackt auf die Strasse zu rennen und das Evangelium der Liebe zu verkünden.

Dazu kommt die Angst davor, was wohl morgen sein wird. Werde ich komplett verrrrrrrrückt aufwachen? Werde ich überhaupt aufwachen oder im Wachkoma gefangen sein -  in  einer  Fantasiewelt, umgeben  von  Giraffen, guten und bösen Robotern und  gigantischen,  pinken  Bunnies und dazu ständig "Christmas at the Zoo" in Endlosschleife hören müssen? Am Ende bin ich noch der "guy who had a headache and accidentally saved the world". Damit könnt ich jetzt grad echt und überhaupt nicht umgehen. Das wär ja wie bei Freddy Krueger, nur halt auf Hippie und echt bunt. One... Two... Freddy's coming for you... Nightmare in Ottakring, sozusagen. Und außerdem, warum trägt Freddy die gleichen Sachen wie die professionelle Rockband Franz Ferdinand? Oder umgekehrt.
 

Ach, Baby, sei mein Kopf.

Sodala, und jetzt, da Sie das hier gelesen haben, gehen Sie zu einem Spiegel, sehen Sie sich selbst an und sprechen Sie folgende Worte: "Ich existiere - Aber existiere ich wirklich?"
 
Gregor

Gregor / 16. 03. 2006, 1:11
The first in the gang with a pen in his hand

Schreib was in den Blog, hat's geheißen. War deine Idee, kannst auch anfangen. Na gut, dann. Nich viel los im Moment, Urlaub im Kreiskyland. Es gibt andere Sachen zu tun. Und nachdem in den letzten Wochen einiges erledigt wurde, ist das Nichtstun auch mal okay.

Nur die regelmäßig stattfindenden Kreisky-Pyjamaparties - eine liebgewonnene Bandtradition - lassen wir nicht ausfallen. Bei diesen Parties trägt Franz Wenzl meist einen rosaroten Pyjama, Martin Offenhuber einen dunkelblauen aus Seide. Der allerdings ist an den Beinen etwas kurz und deshalb sieht das für uns immer recht lustig aus. Klaus Mitter schläft bevorzugt in langen Unterhosen und Feinrippunterhemden. Weil ich immer mein Schlafgewand vergesse, so wie schon damals in der Schule das Turnsackerl, muss ich zur Strafe in voller Straßenmontur schlafen.

Wenn wir brav sind, dürfen wir länger aufbleiben und das Bambi-Video schauen oder uns noch leise und bei Taschenlampenlicht über Musik unterhalten. Für mich ist das oft recht langweilig, weil die anderen drei immer und ausschließlich über irgendwelche obskuren Progrockbands aus den 70ern reden. Ich versuch dann entweder meinen eigenen Ellenbogen oder wahlweise Offenhubers Ohr abzulecken, was der aber gar nicht mal so gerne mag.

Besonders lustig wird's, wenn Wenzl plötzlich und unvermittelt "Kissenschlacht!" ruft. Weil der Mitter aber immer so grob spielt, kriegt der nur einen leeren Kissenbezug. Kann aber auch ganz schön weh tun. Wenn dann schließlich einer heult - Zitat Offenhuber: "Ihr wissts genau, dass ich eine Brille hab und ihr da nicht so fest zuhauen dürfts (schluchz, schnief, etc.)" -, trinken wir zur Versöhnung einen Kakao, drücken uns ganz fest und schreiben dann ein Lied über Postmoderne Kommunikationstheorie. Oder so.
 
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