musikfreunde!
meine neue cd „the money tapes“ kann man sich zwar auch kaufen
– aber warum denn gutes geld ausgeben, wenn’s auch anders geht.
schickt einfach irgendwas, von dem ihr glaubt, dass es dem gegenwert einer
cd entspricht & dass ich was damit anfangen kann, dass ich mich vielleicht
sogar darüber freue, an
franz adrian wenzl
rotenmühlgasse 4/4
a 1120 wien
dann schickt ihr auch noch ein luftpolsterkuvert mit & frankiert es mit
87 cent (österreich) bzw. 1,09 euro (europa). und ein paar tage später
kriegt ihr auch schon post von mir: meine neue cd, schöne musik, fair
getauscht, bargeldlos erstanden.
liebe grüsse,
franz
herr.wenzl@gmx.at
ps: alle von euch geschickten tauschgegenstände werden in einer fotogalerie
auf dieser homepage veröffentlicht.
pps: falls wer keine ahnung hat, was er mir schicken soll: meine schuh-,
und also auch sockengrösse ist 43, von mir getragene t-shirts haben meistens
grösse m, meine lieblingskartoffelchips sind bahlsen crunchips cheese
& onion; cd-rohlinge und vhs-leerkassetten kann ich auch immer brauchen.
ausserdem such ich grad band 3 der comicserie „abenteuer aus onkel dagoberts
schatztruhe“ (passt zur platte, ist aber zufall), zwischen 1983 &
1988 bei ehapa erschienen. bei anderen buch-, schallplatten- und cd-sendungen
bitte ich überlegt zu handeln (bei diesen sachen bin ich dann doch sehr
heikel) und sich grob an meiner amazon-wunschliste
zu orientieren. eure geschriebenen oder aufgenommenen eigenproduktionen nehme
ich aber mit grosser freude entgegen
technische daten
interpret: franz adrian wenzl
titel: the money tapes
spielzeit: 48 min.
style: pop, elektronik, dicke schmiere
label: wüstenkatz tonträger kat.nr. 004
vertrieb: trost
titel
was kostet die welt? 1
gib mir dein geld (wenn du mich wirklich liebst) 2
moneymoneymoney 3
wer soll das bezahlen? 4
mitwirkende
hannes holzweber: mundharmonika (3)
michael kastler: trompete (3)
andreas ledl: klarinette (3)
martin max offenhuber: kabelbrummen (3)
peter sighartner: saxophon (2,3)
franz adrian wenzl: synthesizer orgel stimme rhythmus glockenspiel
mastering: florian dorfbauer
cover: klaus mitter & franz adrian wenzl
websupport: klaus mitter
& sam weinzettl
booking: wolfgang almer /
popfakes
pressefotos: ingo pertramer / studio
lux analog
musikbeschreibung
ja, ich mach mich doch nicht zum affen und beschreib da lang meine musik!
schaut am besten bei den plattenreviews rein, wo andere leute das viel besser
besorgen, oder, noch besser, ladet euch "gib mir dein geld (wenn du mich
wirklich liebst)" runter; macht euch selbst ein bild.
naja, ein bisschen kann ich sie schon selber beschreiben: meine musik ist
recht langsam & harmonisch; aber wenn sie lärmig ist, dann ist sie
sehr lärmig, wenn sie pathetisch ist, dann ist sie äusserst pathetisch.
viel mach ich mit alten synthesizern, mit einem rhythmusgerät, mit der
orgel. meistens singe ich dazu, auf deutsch, auf dieser platte eher wenig.
wenn mir das alles nicht reicht, hole ich mir ein paar freunde in die wohnküche
& die blasen dann in klarinetten, saxophone und trompeten und ähnliches.
mein grosser plan bei dieser platte war, lange, eher monotone stücke
zu machen, die trotzdem nicht fad sind. alan jenkins von den chrysanthemums
hat mal (sinngemäss) gesagt, ein song sollte am besten entweder unter
zweienhalb oder über sechs minuten lang sein. weil in zweieinhalb minuten
lässt sich im grunde alles, was man sagen will, sagen, und über
sechs minuten muss man sich dann sowieso was ganz anderes einfallen lassen.
hat was.
ach ja, aussage in dem sinn hat die platte keine.
es geht halt ausschliesslich um geld.
ganz so wie im richtigen leben.
Franz Adrian Wenzl aus Wien hat vier
ganz lange Stücke zum Thema Geld aufgenommen, manchmal pathetisch poppig,
manchmal lärmig experimentell – dabei aber immer gekonnt schlenkernd-jazzig.
Dabei will er nicht moralisch tätig sein, kommt aber auch textlich auf
den Punkt: „Gib mir dein Geld (wenn du mich wirklich liebst)“,
fordert er etwa auf oder fragt sich: „Was kostet die Welt?“ Leider
bleiben auch zwei, drei weniger genaue Slogans übrig – wie „wer
verdient denn dabei, sicher nicht die, die die Arbeit haben“ oder „es
kommt auch darauf an, was ich dir wert bin“ –, die man eher von
der Baustelle neoliberaler Entfesselung mitkriegt – wir kennen und lieben
ja alle die Diskussionen, die derzeit Lohnnebenkosten gegen Arbeitslosengeld
ausspielen. Super auf jeden Fall die Aktion, Leuten die CD über Tausch
zukommen zu lassen – also Schuhe in Größe 43, T-Shirts in
Medium und Bahlsen-Kartoffel-Chips zusammenpacken und mit Luftpolstertasche
sowie Briefmarke schicken an: Franz Adrian Wenzl, Wallensteinstr. 41/14, A
– 1200 Wien. Nur bei alten Büchern und CDs ist er ein bisschen
heikel – schickt ihm lieber eure eigenen Homerecording-Aufnahmen. Die
sind ihm nämlich am liebsten. Und von seinen werdet ihr sicher auch nicht
enttäuscht sein.
Iganz Burger, Intro
Was kostet die Welt, lieber Leser?!
Und macht Geld glücklich? Wie viel hast denn du dabei? Ach, lass stecken,
ich zahl. Drei Euro zehn für ein Bier? Und CDs sind sowieso viel zu teuer.
Das ganze Leben, und das ist Fakt, dreht sich ums Geld. So sieht´s aus.
Da schuftet man sich den Buckel krumm, und dann, endlich das pensionsfähige
Alter erreicht, bumm. Herzinfarkt, tot, und seine undankbaren Gören (oder
die 21jährige Geliebte) erben die ganze Kohle. Money makes me funny und
den Franz Adrian Wenzl offenbar auch. Der hat jetzt sein zweites Soloalbum
veröffentlicht; Ein Konzeptalbum, der mitdenkende Rezipient hat es vermutlich
schon erraten, zum Thema Geld. Ein verflixt ambitioniertes Machwerk, das der
junge Herr Wenzl, hauptberuflich Crooner bei den von mir höchst geschätzten
Wohnzimmerelektronikern GELEE ROYALE, mit „The Moneytapes“ da
aufgenommen hat. Vier Stücke, 45 Minuten, no Guitars (die Indierocker
bitte trotzdem weiterlesen), just Synths und andere Musikmachgerätschaften
und Wenzl-Lyrik at it´s usual best. „Gib mir dein Geld wenn du
mich wirklich liebst“. Die Musik, obwohl – wie bereits erwähnt
- großteils nicht mit sogenannten Naturinstrumenten erzeugt, lebt und
atmet und wächst. Das Album am Stück hören, gefälligst.
Lassen sie´s wirken, lassen sie´s schnaufen. Post-Pop? Vielleicht.
Strukturiert und nachgedacht? Ja. Harmonie, Disharmonie, fiep. Orgeln und
Samples und dann der Krach. Oh, da haben sich ja Bläser eingeschlichen.
Am versöhnlichen Ende bleibt die Frage „Wer soll das bezahlen?“
Niemand soll, die Moneytapes können durch Tauschhandel erworben werden.
Schicken sie dem Wenzl ein Paar Socken (gewaschen) oder eine Tischlampe oder
von mir aus auch ein Heiligenbild und er schickt ihnen die CD. Mehr Infos
dazu gibt´s auf der offiziellen Moneytapes-Homepage. Fair trade, meine
Damen und Herren.
Gregor Tischberger, Earshot
Franz Adrian Wenzl kommt aus Wien, das liegt in Österreich
und er präsentiert uns eine ruhige, sehr minimalistisch gehaltene elektronische
CD mit vier Stücken. Der Titel der CD sowie die Titel der vier Songs
drehen sich alle um das liebe Geld, doch Franz Adrian rückt zurecht:
„Eine klare moralische Aussage hat die Platte natürlich keine.
Es geht halt ausschließlich um Geld. Fast so wie im richtigen Leben“.
Franz Adrians Musik ist, wie gesagt, meist sehr ruhig, angenehm monoton und
dadurch atmosphärisch. Er verwendet am liebsten analoge Synthesizer und
Rhythmusgeräte sowie eine Orgel (wie sympathisch). Mitunter gibt es auch
akustische Instrumente zu hören, wie zum Beispiel ein Saxophon (auf „Gib
mir dein Geld (wenn du mich wirklich liebst)“) oder auch Klarinetten
und Trompeten. Intensives Rauschen gehört dazu sowie das Knistern der
Kabel, man kann förmlich den Elektrosmog riechen und sehen, wie Franz
Adrian an den Reglern dreht. Bei „MoneyMoneyMoney“ kommt sogar
durch die Bläser ein bisschen Legendary Pink Dots-Atmosphäre auf.
Na, und das nenne ich doch mal wirklich spannend. Franz Adrian Wenzl macht
Musik, weil er Spaß daran hat und, entgegen dem CD-Titel, geht es ihm
nicht ums Geld. Aus diesem Grunde kann man seine CD zwar auch mit Kohle erstehen,
doch viel lieber ist es ihm, Sachen zu tauschen. T-Shirts, Socken, Comics,
Chips, selbst produzierte Musik und vieles mehr gegen seine CD. Eine sehr
sympathische Sache, zu der es mehr auf seiner Webseite zu lesen gibt. Dort
gibt es auch Fotos der bereits getauschten Gegenstände. Im Übrigen
ist das auch eine, entschuldigt den Ausdruck, schweinegeile Webseite. Das
ist wahrscheinlich die erste Webseite, die ich mir von vorne bis hinten angeschaut
habe, toll und originell aufgebaut. Wunder gibt es immer wieder…
Heiko Herden, Back Again
Geld und Liebe sind die grundlegenden Themen, mit denen
sich Franz Adrian Wenzl auf seiner ersten (Anm.: zweiten) Soloplatte textlich
reduziert, musikalisch dafür in voller epischer Breite auseinandersetzt.
Vier Tracks, sieben bis zwanzig Minuten lang, zwischen Einschlafen und Reinkippen.
Und im Gegensatz zu seinem schrillen Vorzeigeproletenprojekt Austrofred geht
Wenzl hier eher dezent zur Sache. Die Arrangements sind sehr reduziert, musikalisch
wechseln verschiedenste Home-Elektronik-Klänge mit Saxophonimprovisationen
und Wenzls angenehmer, zurückhaltender Stimme. Nach Gelee Royale und
Austrofred also die nächste Talentprobe, und doch kann das ja wohl noch
nicht alles gewesen sein und wir erwarten noch mehr und noch Besseres für
die Zukunft.
Analoge Synths und Humor, wem diese verwegene Mischung gefällt, der sollte
hier allerdings auf jeden Fall zugreifen und muss nicht notwendigerweise Geld
ausgeben. Franz Adrian Wenzl bietet einen einmaligen Tauschservice an, das
macht ihn sympathisch, sympathischer noch als er durch seine Musik und Labelaktivitäten
bislang schon wirkte. Interessenten finden alles zu dieser, im zeitalter des
Kopierschutzes, großartigen Geste unter http://www.moneytapes.at.
Alex Felch, The Gap
Das neue Album des Gelée Royale-Sängers überrascht
mit 4 langen, wunderschönen Elektronikstücken, irgendwo zwischen
70er-Krautrock und 80er-Synthipop, ohne deswegen auf wildgewordene Jazzbläser
und deutschsprachige Texte, in denen es eigenartigerweise ausschließlich
um Geld geht, zu verzichten.
GBC-Katerlog
Vom Vom österreichischen Wüstenkatz-Label kamen ja in jüngerer
Vergangenheit bereits mehrere themenbezogene Skurrilitäten, zuletzt eine
Compilation, die sich mit der wichtigsten Sache der Welt beschäftigte
- LiebeSexxAmour hieß das Ganze. (Anm.: Liebesexxxamour ist nicht bei
Wüstenkatz sondern bei Pumpkin Records erschienen.) Das hat Franz Adrian
Wenzl zum Anlaß genommen, sich auf seiner Solo-CD mit dem zweitwichtigsten
Thema zu beschäftigen - dem lieben Geld. Ganze vier Tracks erstrecken
sich über eine Gesamtlänge von mehr als einer Dreiviertelstunde
- Herrn Wenzls Plan war es nämlich, lange, eher monotone, aber dennoch
nicht fade Stücke zu komponieren. Dazu nutzt er neben allerlei betagtem
elektronischen Gerät auch das eine oder andere Blasinstrument, was dem
Ganzen einen noch seltsameren Touch verleiht. So versammelt sich ein schmähgeladenes
"Gib mir Dein Geld (wenn Du mich wirklich liebst)" neben einer verspielt-elektronischen
Version von "Wer soll das bezahlen", das kraftwerkeske "Was
kostet die Welt" findet seinen Gegenpart im nervig-lärmigen, über
20minütigen "moneymoneymoney". Aber die Musik ist hierbei nur
der eine Aspekt, das Besondere an "The Money Tapes" ist die Art
und Weise, wie man die Scheibe erwerben kann. Auf seiner Homepage www.moneytapes.at
bietet Franz Adrian Wenzl den an seiner Musik Interessierten nämlich
die Option, die silberne Scheibe gegen etwas anderes einzutauschen. Ein paar
Tips gibt er dabei schon ab (Amazon-Wunschliste, Schuhgröße, Lieblingskartoffelchips!),
aber zuletzt ist es doch dem angehenden CD-Besitzer überlassen, zu entscheiden,
welchen Gegenwert er der Platte beimißt. Alle getauschten Gegenstände
werden von Herrn Wenzl auf seiner Homepage in einer Fotogalerie vorgestellt.
Ob man also "The Money Tapes" nun wirklich braucht oder nicht, die
einfallsreiche Tauschaktion macht die Sache dann tatsächlich interessant.
Ob das Beispiel wohl Schule macht? Wäre nicht schlecht, dann würde
ich gleich morgen versuchen, bei Saturn drei Paar alte Socken gegen die neue
Kraftwerk-CD einzutauschen.
Andreas Wolf, E-lectric.de
Die traurige Musik des Österreichers Franz Adrian Wenzl ist traurig
und macht traurig. Stilistisch an den traurigsten Stücken von Kraftwerk
orientiert, bietet diese CD monotone und vor allem traurige Musik. Auch in
den Texten zu den vier Stücken – oder Trauerstücken, wie man
sagen könnte – geht es traurigerweise immer nur um das eine: um
Geld. So ist nun mal die Welt. Es ist traurig.
Peter Backof, Discover.de
Weltregierung
"Wer kann das bezahlen"? "Was regiert die Welt"? "Ohne
was gibt es keine Musik"? Jaja - das liebe Geld..... Und wissen Sie auch,
warum uns das Geld soooo wichtig ist? Weil wir es so wollen! Um Missverständnissen
vorzubeugen: Es lebe die Wirtschaft! Wir alle müssen und sollen Geld
verdienen. Mögen Sie Reisen? Ich auch! Mögen Sie schöne Schuhe?
Ich auch! (Am liebsten italienische!) Und zu einem saftigen Steak mit einem
"guten trockenen Italiener" in einem schönen Restaurant hab
ich auch eine gute Beziehung. Aber: Nicht alles muss man für Geld kaufen.
Zum Beispiel schöne Musik. Da bietet ein gewisser Franz Adrian Wenzl
auf seiner Homepage www.moneytapes.at eine tolle CD an. Man darf sie zwar
kaufen, kann sie aber auch tauschen (gegen T-Shirts, CD-Rohlinge, Bücher....irgendetwas,
das
ungefähr dem Wert einer CD entspricht) - wobei gesagt werden muss, dass
gute
Musik quasi unbezahlbar ist, aber wir Menschen tun uns leichter, wenn wir
Dinge bewerten können. Also: Geld ist nicht alles - es geht auch anders.....wir
müssen nur wollen.
Claudia Kisling, Unser Melk
Franz Adrian Wenzl, bestens bekannt als energetischer PostChansonier bei
GELÉE ROYALE präsentiert mit seinem zweiten Soloalbum "The
Money Tapes" nicht nur extrem seltsam-schönen Synthiepop, sondern
auch eine echte Alternative zu Raubkopie und Mp3-Download. Posthofmagazin
CD-Tauschhandel: Musik für Socken
Ein findiger Bursche ist der gebürtige Oberösterreicher,
bekannt unter anderem als Teil des Duos "Gelee Royale". Für
seine neue Solo-CD "the money tapes" (style: pop, elektronik, dicke
schmiere) hat er sich was Besonderes einfallen lassen. Man kann sie zwar auch
kaufen, aber warum gutes Geld ausgeben, wenn's auch anders geht. So hat er
unter www.moneytapes.com einen Tauschhandel eingerichtet, mit Wunschliste
selbstverständlich und unter Angabe seiner Schuh- und T-Shirtgröße.
Sachen schicken, Rückporto beilegen und wenige Tage später liegt
Wenzls dem Geld gewidmete CD im Postkasten.[...]
Ulrike Breit, Neue Vorarlberger Tageszeitung
Geld stinkt: Tausche CD
Dass man mangelnden CD-Absätzen auch anders begegnen kann als mit überhöhten
Preisen und sinnlosen Kopierschutz-Varianten, zeigt der Wiener Musiker Franz
Adrian Wenzl, Mitglied von Gelee Royale. Obschon man sein neues Werk "The
Money Tapes" auch ganz normal erwerben kann (also käuflich), so
lässt er mit seiner sympathischen Aktion "Tausche CD" aufhorchen:
Schickt man ihm ein Geschenk, von dem man überzeugt ist, dass es dem
Wert seiner Platte entspricht, bekommt man im Gegenzug "The Money Tapes".
Wer unschlüssig sein sollte, was man denn schenken könnte, kann
sich Anregungen in der sehr netten Tausche-Galerie auf Wenzls Homepage holen
- dort werden nämlich sämtliche Tauschgegenstände abgebildet.
Vorbildlich, so etwas, und außerdem wird der Bezug zum Hörer wohl
extrem intensiviert.
The Gap
Konsumkritik auf die kreative Art und Weise. Ein Album,
auf dem es nur um Geld geht, aber für welches man selbiges nicht benötigt.
Denn diese Platte gibt es gratis – und ganz legal.
Na ja, gratis ist nun etwas übertrieben, bargeldlos trifft eher zu. Und
zwar bargeldlos im Sinne von Tauschhandel. Trotzdem ist es kein trotziges
politisches Album, was beim Thema Konsumkritik ja fast zu erwarten wäre.
In Wahrheit ist es eher eine formidable Mischung aus experimenteller Elektronik,
Free Jazz und Easy Listening, garniert mit kurzen Texten, die sich dem Thema
Geld wertfrei nähern. Natürlich ist das noch nicht weltbewegend
und man möchte meinen, dass es ideal sei zur akustischen Berieselung
aus dem Hintergrund. Dafür ist jedoch zu vielschichtig und strukturiert,
als das man einfach so vorbei hören könnte. Zwar relaxed, aber nicht
einschläfernd – monoton, aber nicht fad. Und so verwundert es nicht,
dass selbst das längste Stück auf diesem Album mit mehr als 20 Minuten
nicht negativ auffällt. Also im Grunde genommen ein stimmiges Album,
das zwar nicht jedermanns Sache sein dürfte, aber trotzdem mehr als nur
interessant ist.
City Flyer