Nächster Live-Termin:
29. 10. 2010      Wr. Neustadt  Triebwerk
neonbeats kl
19. 06. 2010

Neonbeats




"Mit der "Neonbeats"-2 CD-Compilation liefert das Klanggalerie-Label einen längst überfälligen, ins obskure Detail gehenden Überblick über die Entwicklung der nachlässig beachteten Neuen Welle in Österreich von ihren rotzigen Anfängen bis zu ihren Auswirkungen auf aktuelle Bands von Squishy Squid bis Kreisky. Sensationell rares Material wird endlich erhältlich, für Uninformierte wie Eingeweihte markiert diese Veröffentlichung das Großereignis seit der langersehnten Viele Bunte Auots-CD."
(Skug, April 2010)

"Deutlichen Niederschlag in den österreichischen New Wave und Postpunk jener Tage fand die damals grassierende Neue Deutsche Welle, die viele ermutigte, doch lieber auf Deutsch als in schlechtem Meidlinger Englisch gegen den tristen Alltag anzusingen. Die produktionstechnischen Defizite jener Zeit verantworteten gleichzeitig einen Gutteil des holprigen Charmes, der fast allen Stücken hier eigen ist - sieht man von wenigen Zeitgenossen wie Kreisky ab, die als aktuelle Postpunk-Vertreter auf Neonbeats berücksichtigt werden. Aber die wirklichen Schmankerln stammen aus den frühen 1980ern. Etwa der morbide Proto-Techno von Molin & Jox zum Thema Regenleichen, der textlich aus Rammstein-Gehirnen stammen könnte. Naiv-charmanter sind Plastix die mit Wiener Idiom im Song Konsumier mich Lebensentwürfe hinterfragen. Gruftie-Pop, reduziertes Gitarren-Geschrammel sowie einfache Übungen an frühen Synthesizern bestimmten die Ästhetik dieser Musik. Das Stilmittel der Monotonie war dem Zeitgeist ebenso geschuldet wie den Möglichkeiten vieler dieser mutigen Selbstermächtigungskünstler."
(Der Standard, April 2010)

"Ziel der Zusammenstellung ist die Abbildung der heimischen Szene von 1979 bis 2010. Eine österreichische Variante des "Verschwende Deine Jugend"-Prinzips. Ich fordere hiermit Herrn Robotka auf, auch augenblicklich mit der literarischen Aufarbeitung zu beginnen. Die Compilation sammelt österreichische Raritäten von Formationen wie Chuzpe, Passepartout, Kreisky, Karl Gott, Pas Paravant, Rassemenschen helfen armen Menschen, Neonbeat, Molin & Jox oder Plastix und macht sie erstmals auf CD und in manchen Fällen überhaupt erstmals auf Tonträger erhältlich. Es ist interessant, wie mühelos die Sammlung dreißig Jahre musikalisches Wirken zu einem homogenen geistigen und ästhetischen Standing vereint. Und wie nahtlos die jüngste Generation musikalisch Schaffender an eine Tradition anknüpft, die sie in vielen Fällen oftmals nur unbewusst wahrgenommen hat."
(FM4, April 2010)

"Dass aus dieser höchst originellen Zeit des österreichischen Pop so wenig überliefert ist, liegt schlicht daran, dass sie vor Erfindung der CD lag. Man muss sie erst digitalisieren. Und da das nie systematisch geschehen ist, ist jede Retrospektive eine wertende Auswahl. (...) Die „Neonbeats“ betonen dagegen die kunststudentische Abteilung. Zyx z.B., den männlichen Teil des Künstlerduos Graf+Zyx, der auch als Roter Rot firmierte, 001 Znort 101, Wissenschaftliche Sensation, Ernste Jugend. Die Namen illustrieren, wie fasziniert diese Künstler von der erst dämmernden Computerzeit und überhaupt von einem kühlen, wissenschaftlichen, technischen, zukunftsfreudigen Weltverständnis waren."
(Die Presse, April 2010)

NEONBEATS
Klanggalerie gg150
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Franz

Franz / 22. 07. 2010, 23:52
Krass: Wundersame Musikvermehrung

Mit 30 Min. Kreiskymusik ins Studio, mit 50 wieder heim - wie gehts denn denen!?!?!
 
 

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